Wie die Prüfungen von IPNixa funktionieren
Jedes Ergebnis von IPNixa stammt aus einer bestimmten Messung oder öffentlichen Datenquelle. Diese Seite erklärt, woher jedes Ergebnis kommt, was es aussagen kann und was nicht, und was wir speichern.
Gemessen, abgefragt oder berechnet
Jedes Ergebnis auf IPNixa gehört zu einer von drei Arten. Wer weiß, welche Art vorliegt, kann einschätzen, wie weit dem Ergebnis zu trauen ist.
- Gemessen: Der Browser oder unser Server beobachtet etwas direkt, etwa die Adresse, von der die Anfrage kam, oder wie lange eine Anfrage dauerte. Das Ergebnis gilt für diesen Moment und diesen Weg.
- Abgefragt: Eine öffentliche Datenbank liefert die Antwort zu einer Adresse oder einem Namen, etwa einen Eintrag einer regionalen Internet-Registry oder eine DNS-Antwort. Das Ergebnis ist nur so aktuell wie diese Datenbank.
- Berechnet: Das Ergebnis wird im Browser aus der Eingabe berechnet, etwa ein Subnetzbereich oder die Dezimalform einer Adresse. Nichts wird gemessen oder gesendet.
Eigene IP-Adresse und ungefährer Standort
Die öffentliche Adresse ist die Absenderadresse der Anfrage, die der Browser an IPNixa sendet, wie sie Cloudflare meldet, das die Website hostet. Land, Region, Stadt, Postleitzahl, Zeitzone, Koordinaten und Netzwerknummer (ASN) samt Organisationsname stammen aus den Metadaten, die Cloudflare genau dieser Anfrage beifügt.
Um beide IP-Versionen anzuzeigen, ruft der Browser zusätzlich die Trace-Seite von Cloudflare einmal über IPv4 (1.1.1.1) und einmal über IPv6 (2606:4700:4700::1111) ab. Eine Adresse erscheint nur, wenn diese Anfrage erfolgreich ist. Eine blockierte oder abgelaufene Anfrage wird als nicht verfügbar gemeldet, nicht als Beweis, dass das Netzwerk kein IPv4 oder IPv6 hat.
Standortwerte beschreiben ein Netzwerk, kein Gerät und keine Person. Die Stadt ist oft der Standort des Gateways des Internetanbieters; bei einem VPN oder Privacy-Relay erscheint stattdessen dessen Ausgangsserver. Es wird keine GPS-Berechtigung angefragt. Siehe warum IP-Standorte abweichen können.
Eine andere IP-Adresse abfragen
Wird eine Adresse in die IP-Abfrage eingegeben, fragt unser Server beim öffentlichen Dienst ipquery.io die Standort- und Netzwerkfelder ab. Registrierter Inhaber und Abuse-Kontakt stammen aus dem Registration Data Access Protocol (RDAP), abgefragt über rdap.org, das an die regionale Internet-Registry weiterleitet, die den Adressblock verwaltet. Registry-Antworten werden bis zu einen Tag am Edge zwischengespeichert.
Geolokalisierungsdienste und Registrys können voneinander abweichen, weil jeder eigene Datensätze führt und sie nach eigenem Zeitplan aktualisiert. Die eingegebene Adresse wird im Anfragetext übertragen, nicht in der URL der Seite.
DNS-Einträge und Reverse DNS
Die DNS-Abfrage sendet jede Anfrage von unserem Server an zwei öffentliche DNS-over-HTTPS-Resolver, Cloudflare (cloudflare-dns.com) und Google Public DNS (dns.google), damit sich ihre Antworten und die verbleibenden Cache-Zeiten (TTL) vergleichen lassen. Die Reverse-DNS-Abfrage fragt den PTR-Eintrag einer Adresse ab und prüft dann, ob dieser Name wieder auf dieselbe Adresse verweist.
Die Antworten zeigen, was diese beiden Resolver in diesem Moment zurückgeben. Sie verraten nicht, welchen Resolver das eigene Gerät nutzt, und ein kürzlich geänderter Eintrag kann noch in seiner alten Form erscheinen, bis die zwischengespeicherte Kopie abläuft.
Offene Ports und Website-Header
Der Port-Checker öffnet eine TCP-Verbindung aus dem Netzwerk von Cloudflare zum gewählten Port der Adresse, von der die Anfrage kam. Auf eine andere Adresse lässt er sich nicht richten. Das Ergebnis lautet „offen“, wenn die Verbindung angenommen wird, „geschlossen“, wenn sie abgelehnt wird, und „Zeitüberschreitung“, wenn innerhalb von vier Sekunden keine Antwort kommt. UDP-Ports werden nicht getestet.
Ein geschlossener Port oder eine Zeitüberschreitung zeigt nicht, welches Gerät die Verbindung blockiert hat. Der Router, eine Firewall, das Gerät selbst oder Carrier-Grade-NAT beim Internetanbieter können jeweils dasselbe Ergebnis erzeugen.
Der HTTP-Header-Check ruft die angegebene Seite einmal von unserem Server ab, folgt bis zu drei Weiterleitungen und prüft, dass jede Station eine öffentliche Adresse ist. Er meldet die Security-Header der endgültigen Antwort. Private und lokale Adressen werden abgelehnt.
Latenz, Regionsmessung und TLS
Der Ping- und Latenztest sendet eine Aufwärmanfrage und danach acht zeitgemessene HTTP-Anfragen vom Browser an den nächstgelegenen Cloudflare-Standort, der IPNixa ausliefert. Er meldet den Median der acht Zeiten und als Jitter die durchschnittliche Änderung zwischen aufeinanderfolgenden Zeiten.
Die Regionsmessung misst Anfragen an öffentliche regionale Endpunkte von Amazon Web Services. Nach einer Aufwärmanfrage wird pro Region der schnellste von drei Werten behalten.
Das sind HTTP-Zeitmessungen, kein ICMP-Ping. Sie enthalten Browser- und Netzwerk-Overhead und liegen daher meist einige Millisekunden über einem Ping zum selben Ziel; WLAN oder anderer Datenverkehr im Netzwerk kann sie zusätzlich erhöhen.
Der TLS-Versionstest liest TLS-Version und Schlüsselaustauschgruppe aus der Trace-Seite von Cloudflare. Er beschreibt die sichere Verbindung, die der Browser mit Cloudflare ausgehandelt hat, nicht mit jeder besuchten Website.
VPN-, WebRTC- und Browserprüfungen
Die VPN-Netzwerkhinweise vergleichen die Adresse mit zwei öffentlichen Listen: den Exit-Adressen des Tor Project und den von Apple veröffentlichten Egress-Bereichen von iCloud Private Relay. Die Listen sind in die Website eingebunden und werden regelmäßig aktualisiert, daher können sehr neue Änderungen fehlen.
Die kommerzielle VPN-Einstufung ist derzeit deaktiviert. Eine Adresse, die auf keiner Liste steht, bedeutet daher nicht, dass kein VPN genutzt wird, und ein Treffer beschreibt die Adresse, nicht die Person, die sie nutzt.
Der WebRTC- und VPN-Leak-Test läuft im Browser. Er fragt einen öffentlichen STUN-Server (den von Cloudflare, für die NAT-Prüfung zusätzlich den von Google), welche Adressen er sieht, und vergleicht sie dann mit der Adresse, von der die Seitenanfrage kam.
Der Browser-Fingerprint-Test liest Merkmale, die der Browser jeder Website offenlegt, etwa Bildschirmgröße, Zeitzone und Sprache, auf Wunsch auch Canvas- und WebGL-Details. Gelesen und verglichen werden sie im Browser; an unseren Server werden sie nicht gesendet.
Rechner
Der Subnetzrechner, der IP-Konverter und der Umrechner von IP-Bereichen in CIDR laufen vollständig im Browser. Eingaben werden nicht an IPNixa gesendet.
Was wir speichern
Wir führen keine Datenbank mit Abfragen, eingegebenen Adressen oder Nutzerprofilen. API-Anfragen werden pro Netzwerk begrenzt; dafür zählt der Rate Limiter von Cloudflare die anfragende Adresse kurzzeitig. Der optionale Rangfortschritt und gespeicherte Vorher-nachher-Vergleiche bleiben im Browser. Details stehen in der Datenschutzerklärung.
Genauigkeit und Korrekturen
Jedes Messergebnis ist eine einzelne Beobachtung zu einem Zeitpunkt und von einem Ort aus. Wenn ein Ergebnis falsch wirkt: Prüfung wiederholen, den passenden Ratgeber lesen und an contact@ipnixa.com schreiben – mit Seitenadresse, Zeitpunkt der Prüfung und dem erwarteten Ergebnis.
Wir aktualisieren diese Seite, wenn sich eine Datenquelle oder eine Methode ändert. Der Globus, die Satelliten und die Scanner-Szenen auf der Startseite sind Illustrationen und gehören zu keiner Messung.